Freitag, 17. Februar 2012

Internationale Verwicklungen in Bayern

Vohenstrauß/Bayern.- Schleierfahnder der Polizeiinspektion Fahndung (PIF) Waidhaus nahmen am Donnerstagmorgen bei Vohenstrauß (Lkr. NEW) drei Lateinamerikaner fest, die mit gefälschten Dokumenten gereist waren. Das Trio war mit einem italienischen Auto aus Paris kommend Richtung Tschechische Republik unterwegs, als den mediterranen Sommerreifen die ostbayerische Witterung zum Verhängnis wurde und das Auto unfreiwillig die Autobahn A 6 verließ. Bei der Kontrolle durch die Polizei wie sich lediglich eine 24jährige Mexikanerin mit einem korrekten mexikanischen Reisepass aus. Ein Mann zeigte einen honduranischen Ausweis und ein weiterer Mann einen chilenischen Pass vor.
Den Schleierfahndern fielen Unregelmäßigkeiten auf der Lichtbildseite der Ausweise auf und bei der weiteren Durchsuchung tauchten noch drei falsche Versicherungsbescheinigungen und ein Dokument auf, das einem honduranischen Führerschein zumindest ähnlich sah. Bei der Sachbearbeitung auf der Bundespolizeiinspektion Waidhaus bestätigten eingehende Untersuchungen den guten Riecher der Fahnder. Die Dokumente waren gefälscht, der Honduraner entpuppte sich als 40jähriger Kubaner, der Chilene als 49jähriger aus Havanna.kontrolle Nach eigenen Angaben habe einer den Pass für 300 Euro "bei Arabern in Paris" gekauft, der andere sein falsches Papier für 200 Euro von einer Freundin erworben, "deren Name er nicht kennt". Der Wahrheitsgehalt dieser Aussagen dürfte dabei aber ebenso zweifelhaft sein wie der Echtheitsgrad der Ausweise. In der Tschechischen Republik wollten sie mit einer kubanischen Bar ein neues Leben mitten in Europa beginnen.Während die Mexikanerin nach Tschechien ausreisen durfte, lieferten die Bundespolizisten die beiden Männer in die Justizvollzugsanstalt ein.
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