Donnerstag, 30. August 2012

Historisches Markttreiben wie zu Schumanns Zeiten

Das 17. Historische Markttreiben in Zwickau steht ganz im Zeichen der Biedermeierzeit. An zwei Tagen verwandeln sich Hauptmarkt, Kornmarkt und Domhof in der Zwickauer Innenstadt in bunte Marktplätze, wie auch Robert Schumann selbst sie erlebt haben könnte.
Alte Zünfte zeigen, wie ihre Vorfahren arbeiteten, Händler bieten ihre handwerklich gefertigten Waren feil. Köstlichkeiten aus den Küchen und Fässern des 19. Jahrhunderts verwöhnen die Gaumen der Besucher. Bei heiteren Klängen und derben Scherzen tauchen die Zwickauer und ihre Gäste ein in die Welt eines Robert Schumann, des größten Sohnes ihrer Stadt, der am 8. Juni 1810 am Hauptmarkt geboren wurde.
Bei Stadtrundfahrten in der historischen Postkutsche sowie bei Führungen durch die Altstadt erfahren die Besucher des Markttreibens interessante Details aus Schumanns Zeit in Zwickau.

Rathaus
Unter dem bundesweiten Motto „Holz“ beteiligt sich die Stadt Zwickau nun schon zum 19. Mal an der durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz initiierten Aktion. Zur guten Tradition geworden, stehen die Veranstaltungen in Zwickau auch wieder in Verbindung mit dem „Historischen Markttreiben“ rund um Hauptmarkt und Domhof.
Das 1481 von Martin Römer für seine Stadt erbaute Kornhaus stellt den größten und aufwändigsten mittelalterlichen Kornhausbau Sachsens dar und zählt zu den bedeutendsten derartigen Speicherbauten in der Bundesrepublik Deutschland. Das weitgehend erhaltene, gewaltige spätgotische Dachwerk (1480) mit ursprünglich sechs, heute fünf Speicherböden und doppelt liegendem Dachstuhl gehört konstruktionsgeschichtlich zu den frühesten Dachkonstruktionen Deutschlands dieser Dimension.
Erstmals 1219 erwähnt, war sie Burg-, Schloss- und Stadtkirche. Ihre Baugestalt wird vom Umbau zur spätgotischen Hallenkirche (15. Jh.) geprägt, ist jedoch das Ergebnis einer vom 12. bis 19. Jahrhundert währenden Bautätigkeit. Von außerordentlichem Wert sind u. a. die Dachwerke des gotischen Turmaufbaus (1329) und des gotischen Chores (1345) als älteste Dachwerke und früheste erhaltene Zeugnisse mittelalterlicher Zimmermannskunst in Zwickau.
Zum Tag des offenen Denkmals öffnet auch das Johannisbad in der Johannisstraße von 10 bis 21 Uhr. Führungen gibt es von 10-13 Uhr zur vollen Stunde und um 15 Uhr durch Mitglieder des Fördervereins. Es gibt einen Infostand des Fördervereins und weiterer Mitglieder, Erläuterungen zur Holzdecke und den Holzgarderoben, sowie um 14 und um 16 Uhr Vorführungen der Synchronschwimmerinnen des SV Zwickau 04.
Zudem ist auch der Hakenhof – Das Handwerkerhaus in der Inneren Zwickauer Straße 70 A, 08062 Zwickau von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen. Dabei handelt es sich um zwei Übereck stehende, verbundene Häuser mit bauzeitlich erhaltenem Fachwerk im OG und Giebel, Baujahr 1703 und 1716. Es gibt eine charakteristische schiffskehlprofilierte Holzbalkendecke in der Bauernstube und ein gut erhaltenes Gewölbe.
Führungen werden nach Bedarf durch den Verein Handwerkerhaus Planitz e.V. durchgeführt. Aktionen sind eine Ausstellung der Künstlerin Marga Drechsel, Livemusik, Glücksrad und Kinderbetreuung.

Das ganze Programm gibt’s hier