Dienstag, 15. August 2017

Gesundheit weiter gedacht - diesmal zum Thema Hautkrebs

jungs-werfen-sich-sonnencreme-zuGesundheitstipp.- Ein Auto vergisst fast niemand rechtzeitig zur Inspektion zu bringen. Drohen doch beim Versäumnis kräftige Bußgelder. Beim größten Organ unseres Körpers, der Haut, sind die meisten Deutschen dagegen nachlässig bei der regelmäßigen Inspektion. Aber auch die Haut vergisst nichts. Beispielsweise können zwischen der Hautschädigung durch UV-Licht und der Entwicklung einer Hautkrebserkrankung Jahrzehnte vergehen.
Hautkrebs – die Formen
Es gibt mehrere Arten von Hautkrebs. Oft wird von "hellem Hautkrebs", den Plattenepithel- oder Basalzellkarzinomen und von „schwarzem Hautkrebs“, dem malignes Melanom gesprochen. Weitaus mehr gefürchtet ist der besonders bösartige und aggressive schwarze Hautkrebs (malignes Melanom). Derartige Tumore erkennt man daran, dass sich die Hautoberfläche verändert. „Aber keine Sorge, nicht jedes Muttermal, das BARMER Presseinformation gefährlich aussieht, muss bösartig sein. Umgekehrt allerdings kann Hautkrebs auch relativ harmlos aussehen“, sagt Ingeborg Geyer, Geschäftsführerin der BARMER in Zwickau und rät zu regelmäßigen Früherkennungsuntersuchung.
Ursachen für die Entstehung von Hautkrebszwei-kleinkinder-mit-sonnenhut
Der Hauptgrund für den „schwarzen Hautkrebs“ ist, dass sich Menschen zu lange und intensiv der Sonne und damit schädlicher UV-Strahlung aussetzen. Normalerweise sterben geschädigte Zellen ab. Funktioniert allerdings dieser Kontrollmechanismus des Körpers nicht mehr, kann sich aus der defekten Zelle Krebs entwickeln. Er tritt vor allem im Gesicht, auf den Händen, Armen und an allen Hautstellen auf, die oft von der Sonne beschienen werden. Besonders häufig erkranken Menschen im Alter zwischen 45 und 60 Jahren am schwarzen Hautkrebs. Mittlerweile sind jedoch immer öfter auch junge Menschen betroffen. Beim „weißen Hautkrebs“ liegt das Durchschnittsalter der Patienten um das 70. Lebensjahr. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu, das Durchschnittsalter liegt bei rund 60 Jahren, es können aber auch jüngere Menschen erkranken.
Krebsfrüherkennung - Erkrankungen schneller erkennen
Bereits seit 2008 gibt es für gesetzlich Krankenversicherte, ab dem 35. Lebensjahr, alle zwei Jahre die Möglichkeit einer Früherkennungsuntersuchung. „Bei der BARMER können auch jüngere Versicherte bis zum Alter von 34 Jahren alle zwei Jahre einen Haut-Check in Anspruch nehmen. Mit diesen Untersuchungen stehen den Menschen in Deutschland Möglichkeiten zur Verfügung, die es so weltweit nicht noch einmal gibt. Medizinern ist dadurch möglich, Veränderungen der Haut früh zu erkennen und zu therapieren“, sagt Geyer.
Hautschutz - Die Haut vergisst nichtsimage
„Hautkrebserkrankungen kann man mit einfachen Mitteln vorbeugen“, sagt Geyer. „Vor allem Kinder und junge Leuten sollten vor Sonnenbrand geschützt werden. Mit regelmäßigem Sonnenschutz durch entsprechende Kleidung, Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor, Kopfbedeckungen und Sonnenbrille, wird die Haut im Alter maßgeblich entlastet. Eine regelmäßige Untersuchung der Haut vervollständigt dann die Vorsorge noch“, erläutert sie. Sonnenbrände in jungen Jahren erhöhen maßgeblich das Hautkrebsrisiko. Jede zusätzliche Bestrahlung mit UV-Licht, zum Beispiel durch Solarien, fördert die Hautalterung und erhöht das Krebsrisiko.
Expertentelefon zu Haut-Operationen, Hautkrebsfrüherkennung und Entfernung
Gemeinsam mit der BARMER bieten wir unseren Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, während unserer Telefonaktionen mit Fachleuten zu sprechen. Am kommenden Donnerstag, den 17. August erreichen Sie Dr. Claudia Link (Dermatologin) unter der Hotline: (089) 48059 584. In der Zeit von 17 bis 19 Uhr können Sie alle Fragen zum Thema „Haut“ stellen.

Quelle: BARMER
Foto: Teledoktor Dr. Claudia Link